Was ist die Sommerakademie?
Die Sommerakademie wurde 2021 an der Universität Münster unter der Schirmherrschaft von Professorin Dr. Nora Markard gegründet. Sie ist aus einer Initiative von Nachwuchsjurist*innen, Rechtsreferendar*innen und Studierenden hervorgegangen, die die weitgehende Abwesenheit feministischer Perspektiven in der Rechtswissenschaft nicht länger hinnehmen wollten.
Aus dieser Kritik entstand die Motivation, eine Tagung ins Leben zu rufen, die sich ausschließlich feministischer Rechtswissenschaft widmet. Seitdem wird die Sommerakademie von einem jährlich neu konstituierten Orga-Kollektiv getragen.
Unser Ziel ist es, insbesondere jungen Jurist*innen den Zugang zu feministischer Rechtswissenschaft zu eröffnen und einen Raum zu schaffen, in dem konkrete feministische Rechtsfragen fundiert und kritisch diskutiert werden können. Damit leisten wir einen Beitrag zur Schließung einer Leerstelle in der juristischen Ausbildung, in der feministische Perspektiven auf das Recht bislang nur unzureichend berücksichtigt werden.
Gründung
Der Verein Sommerakademie feministische Rechtswissenschaft e. V. wurde 2023 von Luisa Roemer, Sabrina Prem, Lola Witt, Carolin Heinzel und Carlos Apel gegründet. Ziel der Vereinsgründung war es, das jeweilige Orga-Team bei der Planung und Durchführung der Sommerakademie strukturell, inhaltlich und finanziell zu unterstützen, Erfahrungswissen zu bündeln und verlässlich weiterzugeben. Darüber hinaus dient der Verein der langfristigen Sicherung und institutionellen Etablierung der Akademie.

Vorstand 2023: Sabrina Prem, Lola Witt, Carolin Heinzel und Carlos Apel
“Ich habe die Sommerakademie 2023 mitorganisiert und engagiere mich im Verein, damit es noch ganz viele Akademien geben wird! Die feministische Rechtswissenschaft (Legal Gender Studies) und überhaupt die kritischen Rechtswissenschaften kommen an den Universitäten durch die hohe Belastung mit dem Pflichtfachstoff kaum vor, weshalb es mir ein Anliegen ist, dass die Sommerakademien einen Raum für eine Auseinandersetzung mit diesem Themen schafft.” – Carolin Heinzel
“Die Istanbul-Konvention und CEDAW sind für die Mehrzahl der Studierenden unbekannte Rechtssätze. Um das zu ändern und weitere feministische Perspektiven in die Rechtswissenschaft zu bringen, ist die Sommerakademie eines meiner Herzensprojekte. Ich setze mich seit 2022 für die Sommerakademie ein, damit die zukünftige Generation der Strafrichter*innen und Staatsanwält*innen wissen, was Femizide sind.” – Sabrina Prem
“Die Sommerakademie Feministische Rechtswissenschaft bietet einen wichtigen Raum, über Themen nachzudenken und zu sprechen, die im Studium bislang keinen festen Platz haben. Es geht aber auch darum, sich zu vernetzen und gegenseitig zu empowern – sei es als Teilnehmende*r, im Orga-Team oder als Vereinsmitglied.” – Lola Witt
“Die Rechtswissenschaft ist machtvoll und braucht darum umso dringender kritisches und feministisches Denken und Gestalten. Genau dazu lädt die Sommerakademie ein und bietet einen seltenen Raum, in dem genau das möglich ist.” – Carlos Apel

