Es ist wieder soweit! Die Sommerakademie Feministische Rechtswissenschaft geht in die sechste Runde. Dieses Jahr wird die Sommerakademie vom 12. bis 14.06.2026 in Halle an der Saale unter der Schirmherrschaft von Jun.-Prof. Dr. Lucia Sommerer stattfinden.
Die Anmeldung findet ihr hier.
Track 1: Recht abhängig? – Finanzen
In diesem Track widmen wir uns Geschlechtergerechtigkeit in Bezug auf Einkommen und Vermögen, Rente, Carearbeit und soziale Sicherung. Wir möchten uns damit beschäftigen, wie die finanzielle (Un)Abhängigkeit von FLINTA* und marginalisierten Gruppen durch gesellschaftliche Strukturen und gesetzliche Rahmenbedingungen beeinflusst wird.
Fragen, denen wir nachgehen wollen sind u.a.: Wie kann eine intersektional feministische Finanzpolitik aussehen? Wie finanziert sich der deutsche Staat? Wer trägt die Steuer- und Abgabenlast? Wofür gibt der Staat (kein) Geld aus? Wie viel Geld sind wir bereit in Rente, Bürgergeld, Pflege oder Krankenversicherung zu stecken? Welche Rolle spielt Carearbeit beim Fortbestehen des Systems? Und wer ist mit „wir“ überhaupt gemeint?
CN: Diskriminierungserfahrungen, intersektionale Benachteiligung, Rassismus, Klassismus
Track 2: Recht ungesund? – Benachteiligung in der Medizin
In diesem Track setzen wir uns damit auseinander, wie geschlechterspezifische Vorurteile in der Medizin die Gesundheit von Flinta*-Personen beeinflussen. Es wird thematisiert, wie in der medizinischen Diagnostik und Versorgung Flinta*-Personen strukturell benachteiligt werden. Dies betrifft insbesondere BIPoC, behinderte Menschen und solche, die wenig Geld zur Verfügung haben.
Wir gehen unter anderem diesen Fragen nach: Wie beeinflussen geschlechterspezifische Vorurteile in der Medizin die Gesundheit von Flinta*-Personen? Wie setzt sich dieser Bias in (sozial-)rechtlichen Strukturen fort?
Neben einer Einordnung aus medizinischer Perspektive wird eine vertiefende Auseinandersetzung aus juristischer Sicht erfolgen.
CN: Diskriminierungserfahrungen, Rassismus, Klassismus, intersektionale Benachteiligung, Ableismus
Track 3: Recht machtlos? – Feministische Perspektiven auf Gewaltschutz
In diesem Track setzen wir uns mit zwei unterschiedlichen Dimensionen des Themas „Gewaltschutz“ auseinander. Zum einen beleuchten wir das Thema aus einer menschenrechtlichen Perspektive mit besonderem Fokus auf Frauen und Menschen mit Behinderungen. Wir schauen uns dabei u.a. bestehende Schutzlücken in der Umsetzung internationaler Abkommen im deutschen Recht an. Zum anderen werden spezifische Formen digitaler Gewalt wie bildbasierte sexualisierte Gewalt und digitaler Voyeurismus thematisiert. Dabei wollen wir strukturelle Defizite identifizieren und Reformbedarf diskutieren.
CN: Diskriminierungserfahrungen, (bildbasierte) sexualisierte Gewalt, Grenzverletzungen im digitalen Raum, intersektionale Benachteiligung, Ableismus, Rassismus
